Firefox 13 (Beta)

Wenn alles glatt geht, wird am 5. Juni Fire­fox 13 erschei­nen. Die Beta-Version, die hier her­un­ter­ge­la­den wer­den kann, läuft bereits sta­bil genug, des­halb hier ein kur­zer Blick auf die wich­tigs­ten Neuerungen:

  • «Tabs on Demand»
    Bei einem Neu­start des Brow­sers ist es — wie bis­her — mög­lich, die vor­her geöff­ne­ten Tabs wie­der­her­stel­len zu las­sen; diese wur­den dann bis­lang alle par­al­lel neu gela­den, was bei vie­len offe­nen Tabs natür­lich eine gewisse Zeit dau­ert. Fire­fox 13 geht nun intel­li­gen­ter vor: Der Brow­ser lädt nur noch den aktu­ell geöff­ne­ten Tab neu, die rest­li­chen erst dann, wenn man sie tat­säch­lich anzei­gen lässt.  Diese Funk­tion lässt sich in Fire­fox 12 bereits akti­vie­ren.
  • Neues Design der Home­page– und der "New Tab"-Seite
    Mozilla hat sich hier — wie Google — von Ope­ras "Speed Dial" inspi­rie­ren las­sen (Opera ist ja schon immer der Vor­rei­ter für viele Browser-Innovationen). Öffnet man nun einen neuen Tab, wer­den häu­fig besuchte Web­sei­ten in einer Über­sicht ange­zeigt. Auch diese Funk­tion lässt sich bereits schon in Fire­fox 12 akti­vie­ren. Die neue Standard-Homepage hat Links zu den wich­tigs­ten Menüs, z.B. den Lese­zei­chen, dem Ver­lauf, den Addons.
  • Unter­stüt­zung von SPDY
    SPDY ("Speedy") ist ein von Google ein­ge­führ­tes Pro­to­koll, das vor allem die Lade­zeit von Web­sei­ten ver­kür­zen soll; außer­dem soll SPDY den Daten­ver­kehr via Ver­schlüs­se­lung sichern. SPDY wird spä­tes­tens mit dem Erschei­nen von Fire­fox 13 dann von allen gro­ßen Brows­er­he­stel­lern unter­stützt.

Firefox 12 integriert “stille” Updates

Die neue Ver­sion von Fire­fox führt die schon seit län­ge­rem ange­kün­digte auto­ma­ti­sierte stille Updatefunk­tion ein. Damit nähert sich Fire­fox immer mehr der Funk­tio­na­li­tät von Google Chrome an. update12Natür­lich besteht wei­ter­hin die Mög­lich­keit, manu­elle Updates durchzuführen.

Das “Auto-Update” läuft über einen Hin­ter­grund­dienst, der bei der Instal­la­tion der Beta bereits aktiv ist, aber natür­lich deak­ti­viert wer­den kann. Benutzt man die Auto­ma­ti­sie­rung, lädt Fire­fox Updates im Hin­ter­grund; wie im Ein­stel­lungs­dia­log zu sehen, kann man jedoch auch genau fest­le­gen, wie viel man als User von der Aktua­li­sie­rung “sieht”. Natür­lich ist ein Neu­start des Brow­sers auch mit die­ser neuen Funk­tion uner­läss­lich, um die Updates ein­zu­spie­len, aber Fire­fox weist den User erst nach ca. einem Tag dezent dar­auf hin, neu zu star­ten. Da die meis­ten User ihren Brow­ser sowieso nicht dau­er­haft geöff­net las­sen, soll­ten die wenigs­ten Benut­zer diese Mel­dung über­haupt zu Gesicht bekommen.

Firefox 11 erschienen

Fire­fox 11 bringt fol­gende Neuerungen:

  • Import von Daten aus Google Chrome — die Haupt­neue­rung die­ser neuen Ver­sion. Damit wird Chrome als Kon­kurent aner­kannt. ;-)
  • Syn­chro­ni­sie­rung von Erwei­te­run­gen auf den Rech­nern, die Fire­fox Sync benutzen

Unter Win­dows lässt sich Fire­fox wie immer über Hilfe –> Über Fire­fox aktualisieren.

Eine Über­sicht aller Neue­run­gen und Bug­fi­xes gibt es hier.

Update: Thun­der­bird 11 ist inzwi­schen auch erschienen.

Firefox 10.0.2 erschienen

Kurz nach Ver­sion und 10.0.1 ist nun Fire­fox 10.0.2 erschie­nen. Wohl ein Sicher­heits­up­date, das man sich als Firefox-Benutzer nicht ent­ge­hen las­sen sollte, par­al­lel dazu hat näm­lich auch Google sei­nen Brow­ser Chrome ein Update gegönnt.

Down­load Fire­fox wie immer bei http://www.mozilla.com bzw. über die Update-Funktion des Browsers.

Von Thun­der­bird gibt es eben­falls bereits ein Update, Sea­mon­key wird wohl bald nachziehen.

Firefox 10 erschienen

Die wich­tigste Neue­rung ist der behut­sa­mere Umgang mit den Erwei­te­run­gen: Alte Add-ons lau­fen nun erst ein­mal wei­ter, ohne dass eine Kom­pa­ti­bi­li­tät extra geprüft wird, was auch mit den meis­ten Erwei­te­run­gen tadel­los funk­tio­niert, da es oft keine tech­ni­schen Gründe waren, die zu einer Deak­ti­vie­rung geführt hat­ten, son­dern eine eher will­kür­li­che Ein­schrän­kung in install.rdf. Damit fällt für mich per­sön­lich eines der größ­ten Ärger­nisse der stän­di­gen Updaterei weg.

Etwas, was den meis­ten Benut­zern erst ein­mal gar nicht auf­fal­len wird: Das »Vorwärts«-Symbol ist nun solange unsicht­bar bis man auch tat­säch­lich vor und zurück navi­gie­ren kann. Damit soll die Ober­flä­che wohl auf­ge­räum­ter wir­ken. Ande­rer­seits könn­ten nun einige Firefox-Benutzer auf die Idee kom­men, dass ihr Theme kaputt ist.

Neben die­sen offen­sicht­li­chen Ände­run­gen ist auch wie­der eini­ges hin­ter den Kulis­sen ver­bes­sert wor­den; hier sei vor allem die Ein­füh­rung von WebGl erwähnt und der Web Inspec­tor à la Google Chrome (ein­fachs­ter Auf­ruf mit Strg+Umschalt+I).

Und dann ist da noch der Exten­ded Sup­port Release für Orga­ni­sa­tio­nen (Unter­neh­men, Schu­len, usw. — was natür­lich nie­man­den davon abhal­ten soll, den ESR zu benut­zen), eine Ver­sion der Ver­sion 10, die ein Jahr mit Sicher­heits– und Sta­bi­li­tät­sup­dates ver­sorgt wer­den wird.

Fire­fox 10: http://www.mozilla.org/de/firefox/fx/

ESR: http://www.mozilla.org/en-US/firefox/organizations/

Google aktualisiert Datenschutzrichtlinien

Wie ich gerade dem offi­zi­el­len Google-Blog ent­nom­men habe, gel­ten ab dem 1. März 2012 für alle Google-Dienste neue Datenschutzrichtlinien:

So we’re rol­ling out a new main pri­vacy policy that covers the majo­rity of our pro­ducts and explains what infor­ma­tion we collect, and how we use it, in a much more rea­da­ble […]
Regu­la­tors glo­bally have been cal­ling for shor­ter, sim­pler pri­vacy policies—and having one policy cove­r­ing many dif­fe­rent pro­ducts is now fairly stan­dard across the web.

Google bezeich­net die neuen Richt­li­nien in die­sem Absatz als ein­fa­cher, so ein­fach, dass man sogar ein Google-typisches Video ver­öf­fent­licht hat:

Inter­es­sant ist jedoch der fol­gende Abschnitt:

The main change is for users with Google Accounts. Our new Pri­vacy Policy makes clear that, if you’re signed in, we may com­bine infor­ma­tion you've pro­vi­ded from one ser­vice with infor­ma­tion from other ser­vices. In short, we’ll treat you as a sin­gle user across all our pro­ducts, which will mean a sim­pler, more intui­tive Google experience.

Google nimmt sich also das Recht her­aus, Infor­ma­tio­nen der ver­schie­de­nen Dienste mit­ein­an­der zu ver­ei­ni­gen, mit der Begrün­dung, dass Google damit ein­fa­cher zu bedie­nen sein wird. Das stimmt natür­lich, wenn man keine Beden­ken hat, stän­dig unter Google-Beobachtung zu stehen.

Man kann sich den Auf­schrei in den Behör­den der diver­sen Daten­schutz­be­auf­trag­ten der Län­der und des Bun­des vor­stel­len, wenn den Damen und Her­ren ein hal­bes Jahr spä­ter mal wie­der eine neue Ver­sion des Inter­net aus­ge­druckt wor­den sein wird.

Die Daten­schutz­richt­li­nien soll­ten natür­lich nie­man­den über­ra­schen. Tante Google war schon immer eine Daten-Krake. Der glä­serne User ist schon lange Rea­li­tät, das WWW wird schon lange durch die cor­po­rate world kon­trol­liert, die natür­lich Geld ver­die­nen will. Die­ser Rea­li­tät muss man sich stel­len, sobald man sei­nen Com­pu­ter mit dem Inter­net verbindet.

Außer­dem: Cha­peau, Google, cha­peau. Die Google-Dienste sind ein­fach ver­lo­ckend. Mich über­kommt es manch­mal, “Google-frei” zu leben, denn es gibt ja Alter­na­ti­ven. Aber bis­her bin ich – Asche über mein Haupt – immer wie­der zu Google zurück­ge­kro­chen (bild­lich: Wie die Kat­zen­klappe, die Mr Burns bei den Sim­psons benutzt, wenn er seine Mit­ar­bei­ter, sprich: Homer, in sein Büro kom­men lässt). Und 1. sind die ande­ren Dienste daten­schutz­recht­lich auch nicht viel bes­ser und 2. – ich wie­der­hole mich — ist Google ein­fach soooo prak­tisch. Ver­dammt. Schlimm ist das!

So bleibt nur zu hof­fen, dass sich Google an das eigene Motto hält (“Don’t be evil!”) und nicht im Stile eines Dr. Evil agiert. Man stelle sich Mee­tings der höhe­ren Manager-Ebene bei Google vor, die alle das “V of evil con­tem­pla­tion” vollführen:

The Hobbit Teaser

Kaum zu glau­ben, dass HERR DER RINGEDIE GEFÄHRTEN vor zehn Jah­ren (am 19.12.2001) in die Kinos kam. Ein Jahr­zehnt. Wie die Zeit ver­geht! Als wäre es erst ges­tern gewe­sen. Und nun auch noch das:

Der Tea­ser (wobei man von einem »Tea­ser« hier kaum noch reden kann, so pro­fes­sio­nell sieht das Video bereits aus, dass es auch gut eine Woche vor Film­start sein könnte) erweckt spä­tes­tens ab 0:51 (wenn die Zwerge anfan­gen, zu sin­gen) ein unglaub­lich nost­al­gi­sches Gefühl. Wundervoll.

Google unterstützt Mozilla für weitere drei Jahre

Wie das MOZILLA BLOG berich­tet, wird Google für min­des­tens drei wei­tere Jahre als Standard-Suchmaschine in Fire­fox ein­ge­stellt sein. Damit sind Mozil­las Ein­nah­men bis auf wei­te­res gesi­chert, da Google ja der größte Geld­ge­ber der Cor­po­ra­tion ist (Mozil­las Umsatz besteht zum größ­ten Teil aus Ver­trä­gen mit Such­an­bie­tern – wäre Google abge­sprun­gen, hätte es für Mozilla übel enden kön­nen). Dadurch bleibt die eigen­ar­tige Situa­tion beste­hen, dass Mozilla vom größ­ten Kon­kur­ren­ten auf dem Brow­ser­markt abhän­gig ist– Google ist ja mit Chrome inzwi­schen über­aus erfolg­reich. Wer von dem Deal am meis­ten pro­fi­tiert ist jedoch trotz­dem schwer zu beur­tei­len, weil Google mit dem Deal auch künf­tig die Such­an­fra­gen von ca. 25% aller Internet-User in die Hände bekommt, womit man natür­lich eben­falls wun­der­bar Geld ver­die­nen kann.