
Ich habe vor kurzem angefangen, »alte« Filme anzusehen, die ich noch aus meiner Kindheit/Jugend kenne (das hat weniger mit Nostalgie zu tun; eher mit der Tatsache, dass ich endlich mal wieder richtig gute Filme sehen wollte — Nostalgie ist, wenn überhaupt, ein Bonus dabei
). Und »alt« ist natürlich eher irreführend und wird den Filmen nicht gerecht. Es handelt sich vielmehr um zeitlose Klassiker, die sich, meiner bescheidenen Meinung nach, besser gehalten haben als so mancher »moderne« Film. Außerdem arbeite ich keine Kritikerliste ab (à la »Diese Filme muss man gesehen haben!«), sondern wähle die Filme nach meinem persönlichen Geschmack aus.
Der erste Film ist mit Cary Grant, einer meiner all-time favorites.
»Charade« ist ein Film aus dem Jahre 1963. Regie führte Stanley Donen (unvergessen: wie er seinen Honorary Oscar annimmt). Audrey Hepburn spielt darin eine Pariserin, dessen Mann ermordet wird. Bald darauf merkt sie, dass sie von vier alten Bekannten ihres Mannes verfolgt und bedroht wird. Cary Grant spielt einen mysteriösen Fremden, der ihr seine Hilfe anbietet, wobei bis zum Schluss nicht klar wird, wer er eigentlich wirklich ist und was seine wahren Motive sind.
Der Film steht in der Tradition der Hitchcock-Filme, bricht den suspense aber immer wieder durch feine Ironie. Man merkt den beiden Stars an, dass sie beim Dreh Spaß gehabt haben, sie spielen gekonnt mit ihrem jeweiligen Image. Klassische Szene: Die Beerdigung des Ehemannes wird zum Showlaufen der Bösewichte (Hommage dazu in der TV-Serie CHUCK).
Hier ist der Trailer:
Und dann sind da noch die Opening Credits mit der Musik von Henry Mancini — klassisch, klassisch:
Kurzum: Ein Klassiker der 60er Jahre!